German Brand Award 2026

Das war der German Brand Award 2026

Mit rund 800 Gästen aus Marken- und Unternehmensführung, 39 Speakers 10 Panels und knapp 4 Stunden Bühnenshow mit allen Gewinner*innen hat der German Brand Award am 25. Juni 2026 in der Uber Eats Music Hall in Berlin sein bislang größtes Kapitel geschrieben – und gleichzeitig sein zehnjähriges Bestehen gefeiert.

Impulse für die Markenführung von morgen

Was 2016 als Branchentreff mit 250 Gästen im VW DRIVE Forum begann, ist heute eine der zentralen Plattformen für ganzheitliche Markenführung im deutschsprachigen Raum. Mit dem Leitmotto „Brand Forward" stand genau dieser Weg im Mittelpunkt des Jubiläumsjahres. Und genau darum ging es auch bei der Award Show. Jedoch, ohne den eigentlichen Highlights des Abends die Show zu stehlen: den Gewinner*innen.

Die Highlights der German Brand Convention

Den Auftakt machte am Nachmittag die German Brand Convention, das Netzwerk-Event des German Brand Award. Auf drei Bühnen kamen Markenakteur*innen, Winner Teams und Jurymitglieder zusammen, um sich über die Themen auszutauschen, die Markenführung prägen. 

Sophia Rödiger (1 Komma 5°), ehemalige Gewinnerin und nun Jurymitglied, moderierte direkt zu Beginn eines der Programm-Highlights: Die Live Pitches um den Ehrenpreis Startup of the Year. Super Pop, Atmos Space Cargo und Moelk standen vor der Herausforderung, ihre Geschäftsmodelle in nur fünf Minuten zu erklären. Und damit zu überzeugen. Dann hatte es das Publikum mit dem Live Voting in der Hand – und entschied sich für das Startup aus Stuttgart, das mit ballaststoffreichen Limonaden den Markt erobert: Super Pop.

Der Marktforscher Ipsos leitete dann in den inhaltlichen Deep Dive über: Gunther Theophile präsentierte erstmals die Ergebnisse der Ipsos-Studie „Zwischen Effizienz und Vertrauensverlust – wie viel KI verträgt eine Marke?", die neue Erkenntnisse zum Spannungsfeld zwischen KI-generierten Werbeinhalten und dem Vertrauen von Konsument*innen in Marken lieferte.

Von Insights zu Kontroversen: Wie viel KI verträgt die Kreativität?

Das Themencluster „KI in der Markenführung“ zog sich als roter Faden durch den Nachmittag: Im Panel „Marke oder Maschine?" plädierte Stefan Lara Torres (PAGE) für die Unterstützung von Kreativen: „Künstliche Intelligenz löst eine neue großartige Form von Kreation aus. Es fehlt jedoch an Aufklärung im Umgang mit dieser. Und es ist ein großer Trugschluss, wenn Führungskräfte grundsätzlich aus reinen Effizienzgründen auf KI-Modelle setzen.“ 

Panel Host und Jurorin Katrin Menne (Merck) formulierte die Herausforderung bildlich: „Kreativität ist wie ein Muskel, den man trainieren muss. Und dieser wird nicht besser, wenn man konstant die KI arbeiten lässt.“ Die Marken- und KI-Beraterin Ivana Radanovic (12ft) ergänzte mit Blick auf den EU AI Act: „Transparenz ist auch ohne Kennzeichnungspflicht wichtig.“ 

Das Panel „How AIre you?" brachte mehrere Standpunkte aus Konzern- und Agenturalltag zusammen und stellte die zentrale Frage: Wie bereit sind wir wirklich für das angebrochene KI-Zeitalter? Nils Hartmann (Parasol Island) positionierte sich klar: Solange man ehrlich im Einsatz mit Künstlicher Intelligenz ist, wird man daran wachsen – das gelingt jedoch nicht, wenn alles automatisiert wird, „denn dann erzeugen wir nur Mittelmaß.“ Die entscheidende Frage ist vielmehr: „Wann bin ich im Loop, wann nehme ich mich raus, wann bin ich im Lead?“ Hier ergänzte Nico Wüst aus Agenturkontext (Strichpunkt Identity): „Der Mensch macht's. In jeder Technologie“. Schließlich resümierte Host Moritz Piel (gmk Markenberatung): „Die ehrlichste Antwort auf ‚How AIre you?‘ heißt selten ‚wir sind ready‘, sondern ‚wir sind unterwegs‘.“

Die Award Show: Gala-Dinner und Freudenschreie

Den Höhepunkt des Abends bildete die Award Show mit Gala-Dinner und fast 800 Zuschauer*innen. Knapp vier Stunden lang stand die Bühne ganz im Zeichen der prämierten Marken, Kampagnen und Persönlichkeiten des German Brand Award 2026.  

An die Gäste aus Industrie, Mittelstand und Kreativwirtschaft wurde 488-mal Winner, 68-mal Gold und 13-mal Best of Best verliehen für herausragende Markenarbeiten und die Teams dahinter. Mit dieser Bilanz setzte die zehnte Ausgabe des German Brand Award einen neuen Maßstab für die Würdigung exzellenter Markenführung im deutschsprachigen Raum.

Ein Jubiläum mit Ausblick

Der 25. Juni 2026 markiert damit nicht nur einen Höhepunkt für den German Brand Award, sondern auch einen Wendepunkt: Aus einem Branchentreff ist eine Plattform geworden, die mit 18 teilnehmenden Nationen größer, internationaler und inhaltlich tiefer aufgestellt ist als je zuvor. Für die Zukunft des Preises heißt dies, mit sorgfältig ausgewählten Partnerschaften zu wachsen und den hohen Standard der Auszeichnung zu wahren.

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